Schwerin erarbeitet Lösungen zum Lieferverkehr der Zukunft

Das Bundesministerium für Umwelt hat den Zukunftswettbewerb #mobilwandel2035 gestartet. Schwerin wurde dabei mit einem innovativen Projekt ausgewählt uns sucht Akteure, die den zukünftigen Lieferverkehr in der Innenstadt mitgestalten möchten.

Bundesumweltministerium fördert innovatives Projekt zur Verkehrswende

Mitte 2020 hat das Bundesministerium für Umwelt den Zukunftswettbewerb #mobilwandel2035 gestartet, um Impulse für einen nachhaltigen Verkehr zu geben. Auch die Landeshauptstadt Schwerin hat sich mit einem innovativen Projekt beworben. Aus rund 140 eingereichten Beiträgen hat eine Fachjury, unter Vorsitz von Ministerin Svenja Schulze, zehn Projekte aus ganz Deutschland ausgewählt, die in den kommenden Monaten gefördert werden.- Anzeige –

Die Landeshauptstadt konnte sich mit einem Projekt zum nachhaltigen, automatisierten, kunden- und serviceorientierten Lieferverkehr durchsetzen. 150.000 Euro werden dafür in den nächsten zehn Monaten zur Verfügung gestellt. Projektstart war am 1.Oktober 2021.

„Lieferverkehre für Gastronomie, Gewerbe und stationären Handel sind in der Innenstadt bis hinein in die Fußgängerzonen schon immer ein Problem. In Zeiten des zunehmenden Online-Handels hat der Lieferverkehr sich durch Kurier- und Paketdienste vervielfacht und schafft zusätzliche Probleme, die wir mit Hilfe innovativer Ideen lösen möchten“, sagt Bernd Nottebaum, Dezernent für Bauen, Umwelt und Ordnung. Für ihn besteht die große Herausforderung darin „die anpassungsfähigen Lieferverkehre so in die Stadtstruktur einzuordnen, dass sie die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger nicht beeinträchtigen.“

Weitere Akteure gesucht, um den Lieferverkehr der Zukunft mitzugestalten

Neun starke Partner hat die Landeshauptstadt für das Vorhaben an ihrer Seite. Sie hatten sich bereits vor dem Förderantrag zu diesem Projekt bekannt. So stehen jetzt u.a. der Schweriner Nahverkehr, die DHL, der Innovationsraum Schwerin, die IHK, Limes Solution, die Logistik Initiative MV, die Universität Stuttgart und ISME Stuttgart als Projektbetreuer in den Startlöchern, gemeinsam mit der Stabsstelle Klimamanagement und Mobilität und den Fachdiensten der Verwaltung, ein praxisnahes und zukunftsfähiges Modell für den Lieferverkehr der Zukunft auf den Weg zu bringen.

Um einen möglichst diversen Kreis aus Akteuren zu erhalten, werden noch weitere Logistikakteure aus der Region gesucht, die bereit sind, den Schweriner Lieferverkehr der Zukunft aktiv mitzugestalten. Neben Kurier-Express und Paketdiensten sollen auch Gastronomie, Entsorgungs- sowie Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe bedacht werden.

Interessierte Akteure, die in diesem Projekt mitarbeiten möchten, wenden sich bitte an die Stabsstelle Klimamanagement und Mobilität unter der E-Mail cnitz@schwerin.de.

Darüber hinaus plant die Landeshauptstadt, die Bevölkerung aktiv in die Erarbeitung des Zielbildes einzubinden. Dazu ist eine breitgefächerte Bürgerbeteiligung vorgesehen. Der Lieferverkehr der Zukunft muss schließlich einerseits kosten- und verkehrseffizient abgewickelt werden, andererseits aber aus gesellschaftlicher Perspektive zuverlässig und pünktlich gestaltet sein.